Das Interview
Erzählt, nicht gezeigt — das Event war ihres
Wir veröffentlichen keine Kundenmaterialien von internen Events. Dieser Case ist darum ein Gespräch mit dem Gründer — alles Folgende stammt aus dem Projektarchiv.
Was hat Huawei eigentlich bestellt?
Eine Weihnachtsfeier, an die sich die Leute erinnern. Unser Vorschlag ging weiter: Jeder Mitarbeiter soll mit dem CEO sprechen können — genauer, mit seinem digitalen Zwilling. Live, auf der Bühne, über ein Mikrofon.
Wie lief das im Saal ab?
Ein Mikrofon wanderte durch den Saal der Kursaal Arena in Bern. Man stand auf, stellte seine Frage — und Michaels Avatar antwortete von der grossen Leinwand. In Echtzeit, auf Englisch, Deutsch oder Französisch. In welcher Sprache man fragte, in der antwortete er.
Was hatte er im Kopf?
Eine Wissensbasis, die wir für diesen Abend gebaut und trainiert haben: Fakten über das Unternehmen, Wissen über die Kolleginnen und Kollegen im Saal und eine ganze Saison Weihnachtshumor. Zuerst schrieben wir eine Methodik für die Datenaufbereitung — dieses Dokument hat so viel geleistet wie der Avatar selbst.
Was haben die Leute gefragt?
Alles, was man seinen CEO fragen möchte, wenn die ganze Firma zuhört. Wann werde ich befördert? Was passiert mit meinem Job, wenn AI weiter beschleunigt? Eine Kollegin fragte auf Französisch, ob man dank AI keine Sprachen mehr lernen müsse — und der Avatar antwortete auf Französisch, dass keine Technologie ersetzt, was eine gemeinsame Sprache zwischen Menschen aufbaut.
Der beste Moment?
Der Avatar forderte den echten Michael zum Tanz auf. Der Saal sah den CEO und seinen digitalen Zwilling im selben Bild — und einer von beiden tanzte. Danach brauchte in dieser Firma niemand mehr ein Foliendeck, um diese Technologie zu verstehen.
Und jenseits des Avatars?
Der ganze visuelle Abend war unserer. Zwei Stunden Bühnengrafik für eine fünfundzwanzig Meter breite Ultrawide-Leinwand — ein animiertes Bild für jeden Act, getaktet auf den Ablaufplan, in einem goldenen festlichen Register. Dazu ein Animationsfilm von sechseinhalb Minuten, in dem die Mitarbeitenden selbst den Weihnachtsmann nach Bern eskortieren.