Das Interview
Unser erster Kunde — und warum er aufhörte zu drehen
Wer ist der Kunde?
Flemming Breen-Jensen, Master-Franchise-Partner von BoConcept in der Schweiz — und ein Mann, der seit 1985 den dänischen Landesrekord über 3000 m Hindernis hält. Er führt die Schweizer Stores der dänischen Designmarke und war unser erster Kunde nach der Gründung von Flavatars. Es begann, wie gute Dinge beginnen: Ein Mensch verbürgte sich für einen anderen — Allan brachte uns zusammen und produzierte das ganze Projekt.
Was brauchte er?
Video, ständig — Angebote, Kollektionen, Store-News. Und jedes Video bedeutete dasselbe: Filmteam buchen, den Kalender des Inhabers blockieren, wieder drehen. Er brauchte nicht noch ein Video. Er brauchte einen Weg, mit dem Drehen aufzuhören.
Was habt ihr gebaut?
Seinen digitalen Zwilling. Ein Drehtag im Store in Volketswil: Aufnahmen für den Avatar und eine richtige Fotosession. Aus dieser einen Session baute ich den Zwilling auf HeyGen-Basis und klonte seine echte Stimme. Heute nimmt Flemming nichts mehr auf — und veröffentlicht, wann immer er will.
Das Detail, das verkauft?
Flemming spricht kein Französisch. Sein Avatar schon. Die Schweiz hat drei Marktsprachen, und sein Zwilling präsentiert fliessend auf Englisch, Deutsch und Französisch — in seiner eigenen geklonten Stimme. Als er sich zum ersten Mal Französisch sprechen sah, war er ehrlich verblüfft. Dieser eine Moment erklärte das Produkt besser als jeder Pitch.
Und der Werbespot?
Ein 42-Sekunden-Spot für den Interior Design Service von BoConcept — von der leeren Wohnung zum eingerichteten Zuhause. Geschnitten in 4K, und der Sprecher wurde auf moderne Art gecastet: Ein Line-up von AI-Stimmen sprach vor, bevor «Brian» die Rolle bekam. Er lief auf den Kanälen des Stores.
Etwas, das ihr nicht zeigen könnt?
Ja — und es ist ein gutes. Stimmarbeit für Videos mit Helena Christensen, der Global Artistic Director von BoConcept, im Rahmen ihres Vertrags mit der Marke. Diese Aufnahmen gehören nicht uns. Die Arbeit ist echt; das Material bleibt ihres.